Novembertrübnis

Der Wind, so beißend wie Reizstrom und Kälte, die sich bitter in die Glieder frisst. Meine Hände glutrot wie Christbaumkugeln, doch erstarrt vor Frost. Nebel, die mein Gemüt bedrücken und mir die Sicht verengen.

Nackte Äste, die sich armgleich empor ranken und Krähen, pechschwarz wie manches Herz. Blitzende Knopfaugen, spitze Schnäbel und heiseres Gekrächz.

In einer Schar hocken sie da, wachsam und stets bereit. Die Tauben, längst von Ihnen verdrängt, trotzen die Krähen nun allein Kälte, Wind und Nebel.

Marcel Brod

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